Dienstag, 26 Januar 2021

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Seit  01. November 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten und ersetzt das EnergieEinsparungsGesetz (EnEG), die EnergieEinsparVerordnung (EnEV) und das ErneuerbareEnergienWärmegesetz (EEWärmeG). Damit gilt für den Bau und die Renovierung ein einheitliches Anforderungssystem, in dem die energetischen Vorgaben an Gebäude festgelegt sind.

Ziel des Gesetzes ist es, den Energiebedarf eines Gebäudes von vornherein durch energetisch hochwertigen baulichen Wärmeschutz, bspw. bei Fenstern und Türen, zu begrenzen oder bei der Renovierung den Energiebedarf zu reduzieren.

Das GEG gilt für fast alle Gebäude die beheizt oder klimatisiert werden. Seine Vorgaben beziehen sich vorwiegend auf die Heizungstechnik und den Wärmedämmstandard des Gebäudes.

Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie untenstehend zusammengefasst:

Informationspflicht für Hauseigentümer
Sind Sie Eigentümer eines Wohngebäudes mit bis zu zwei Wohnungen und möchten einen Fachhändler mit der Renovierung Ihrer Fenster oder Haustür beauftragen oder planen den Neubau eines Wintergartens?

Dann sind Sie unter bestimmten Umständen verpflichtet im Vorfeld ein Beratungsgespräch, mit einer zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigten Person, zu führen. Dies ist der Fall, wenn

  • Außenbauteile eines beheizten oder gekühlten Raums erneuert, ersetzt oder eingebaut werden (beispielsweise Fenster, Haustür oder Wintergarten) und
  • Berechnungen für das gesamte Gebäude nach § 50 Abs. 3 GEG durchgeführt werden sollen (bspw. zur Erstellung eines Energiebedarfsausweises) und
  • diese Beratung über allgemein zugängliche Quellen unentgeltlich angeboten wird.

Der Sachverständige für Wärmeschutz muss Ihnen im Vorfeld bestätigen, dass Sie mit Ihrem Vorhaben das GEG einhalten. Ist Ihr Vorhaben genehmigungsfrei, erhalten Sie auch hier eine Bestätigung vom jeweiligen Fachunternehmen. Diese Bescheinigung müssen Sie als Gebäudeeigentümer mindestens 5 Jahre lang aufbewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzeigen.

Hinweispflicht der Handwerker 
Wer geschäftsmäßig Arbeiten für den Eigentümer durchführt, ist gemäß § 48 des neuen Gebäudeenergiegesetzes GEG unter bestimmten Umständen verpflichtet, bei Angebotsabgabe schriftlich auf die Pflicht zur Führung eines Beratungsgesprächs hinzuweisen.

Hinweis gemäß § 48 Gebäudeenergiegesetz (GEG): Wir weisen Sie darauf hin, dass Eigentümer eines Wohngebäudes mit bis zu zwei Wohnungen vor Beauftragung der Planung zur Führung eines Beratungsgesprächs mit einer zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigten Person verpflichtet sind, wenn

  • Außenbauteile eines beheizten oder gekühlten Raums erneuert, ersetzt oder eingebaut werden und
  • Berechnungen für das gesamte Gebäude nach § 50 Abs. 3 GEG durchgeführt werden sollen und
  • diese Beratung über allgemein zugängliche Quellen unentgeltlich angeboten wird.

Die Fachberater bei Fortuna Wintergarten informieren Sie gerne zu diesem Thema und ob es für Ihr Vorhaben notwendig ist und können Ihnen ggf. dann auch zertifizierte Energieberater benennen die Ihnen hier zur Seite stehen.

Wichtige Kennwerte für Neubau
Im Neubau bleibt das Referenzgebäude-Verfahren bestehen. Hierbei werden für das Referenz-Wohngebäude unter anderem folgende Werte vorgegeben:

  • Fenster/Fenstertüren – Uw = 1,3 W/m²K g = 0,60
  • Falt- und Hebeschiebeanlagen – Uw = 1,6 W/m²K
  • Außentüren – U = 1,8 W/m²K
  • Glasdächer (Wintergärten) – U = 1,4 W/m²K g = 0,60

In Bezug auf die Anforderungen an Fenster und Türen ergeben sich keine Verschärfungen gegenüber den Vorgaben der bisher gültigen EnEV.

Glasdächer wurden neu in die Komponenten des Referenzgebäudes aufgenommen.

Neu ist ebenfalls ein „Vereinfachtes Nachweisverfahren von Wohngebäuden“, bei dem sich die Anforderungen an die Außenbauteile aus der gewählten Heizungsanlage ergeben.

Wichtige Kennwerte bei Renovierung
Bei Änderungen an bestehenden Wohngebäuden (Renovierungen) sind folgende Höchstwerte einzuhalten:

  • Fenster/Fenstertüren – Uw = 1,3 W/m²K
  • Falt- und Hebeschiebeanlagen – Uw = 1,6 W/m²K
  • Außentüren – U = 1,8 W/m²K
  • Glasdächer (Wintergärten) – U = 2,0 W/m²K

Auch hier wurden die Vorgaben aus der Energieeinsparverordnung nicht weiter verschärft.

 

Wichtige Hinweise: Wir haben diese Informationen nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt, dennoch können sich Fehler ergeben haben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Angaben und Hinweise ohne jegliche Gewähr erfolgen.Weitere Rückfragen hierzu oder aber auch zu Fördermöglichkeiten durch die KFW richten Sie bitte an unseren Verkaufsleiter oder Ihren Ansprechpartner im Hause der diese ggf. an den Energieberater weiterleiten kann.

Einkommensteuergesetz

    V. Steuerermäßigungen (§§ 34c - 35c )    
    6. Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35c)    
 

§ 35c
Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden

(1) 1 Für energetische Maßnahmen an einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum belegenen zu eigenen Wohnzwecken genutzten eigenen Gebäude (begünstigtes Objekt) ermäßigt sich auf Antrag die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr um je 7 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um je 14 000 Euro und im übernächsten Kalenderjahr um 6 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 12 000 Euro für das begünstigte Objekt. 2 Voraussetzung ist, dass das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist; maßgebend hierfür ist der Beginn der Herstellung. 3 Energetische Maßnahmen im Sinne des Satzes 1 sind:

  1. Wärmedämmung von Wänden,
  2. Wärmedämmung von Dachflächen,
  3. Wärmedämmung von Geschossdecken,
  4. Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  5. Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,
  6. Erneuerung der Heizungsanlage,
  7. Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  8. Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

4 Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für die Erteilung der Bescheinigung nach Satz 7 sowie die Kosten für Energieberater, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)" zugelassen sind, wenn der Energieberater durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen nach Satz 3 beauftragt worden ist; die tarifliche Einkommensteuer vermindert sich abweichend von Satz 1 um 50 Prozent der Aufwendungen für den Energieberater. 5 Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen an einem begünstigten Objekt in Anspruch genommen werden; je begünstigtes Objekt beträgt der Höchstbetrag der Steuerermäßigung 40 000 Euro. 6 Voraussetzung für die Förderung ist, dass die jeweilige energetische Maßnahme von einem Fachunternehmen ausgeführt wurde und die Anforderungen aus der Rechtsverordnung nach Absatz 7 erfüllt sind. 7 Die Steuerermäßigungen können nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine nach amtlich vorgeschriebenem Muster erstellte Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 3 und die Anforderungen aus der Rechtsverordnung nach Absatz 7 dem Grunde und der Höhe nach erfüllt sind.

(2) 1 Die Steuerermäßigung nach Absatz 1 kann nur in Anspruch genommen werden, wenn der Steuerpflichtige das Gebäude im jeweiligen Kalenderjahr ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken nutzt. 2 Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung anderen Personen unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden.

(3) 1 Der Steuerpflichtige kann die Steuerermäßigung nach Absatz 1 nicht in Anspruch nehmen, soweit die Aufwendungen als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt worden sind. 2 Die Steuerermäßigung nach Absatz 1 ist ebenfalls nicht zu gewähren, wenn für die energetischen Maßnahmen eine Steuerbegünstigung nach § 10f oder eine Steuerermäßigung nach § 35a in Anspruch genommen wird oder es sich um eine öffentlich geförderte Maßnahme handelt, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden.

(4) Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuermäßigung für energetische Maßnahmen ist, dass

  1. der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat, die die förderungsfähigen energetischen Maßnahmen, die Arbeitsleistung des Fachunternehmens und die Adresse des begünstigten Objekts ausweisen, und die in deutscher Sprache ausgefertigt ist und
  2. die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist.

(5) Die Absätze 1 bis 4 sind auf Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, und auf Eigentumswohnungen entsprechend anzuwenden.

(6) 1 Steht das Eigentum am begünstigten Objekt mehreren Personen zu, können die Steuerermäßigungen nach Absatz 1 für das begünstigte Objekt insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden. 2 Die der Steuerermäßigung nach Absatz 1 zugrunde liegenden Aufwendungen können einheitlich und gesondert festgestellt werden. 3 Die für die gesonderte Feststellung von Einkünften nach § 180 Absatz 1 Nummer 2a der Abgabenordnung geltenden Vorschriften sind entsprechend anzuwenden.

(7) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundestages und des Bundesrates die Mindestanforderungen für die energetischen Maßnahmen nach Absatz 1 Satz 3 sowie die Anforderungen an ein Fachunternehmen nach Absatz 1 Satz 6 festzulegen.

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